Die Orgel der Stadtkirche

Die Meyer-Orgel in Walsrode

Bild: Orgel in der Stadtkirche

In der Walsroder Stadtkirche wurde 1849 eine zweimanualige Orgel durch Eduard Meyer aus Hannover errichtet. Nach kleineren Veränderungen befindet das Instrument seit 1974 wieder in seiner ursprünglichen Gestalt und ist damit als größte erhaltene Meyer-Orgel von überregionaler Bedeutung.
Im Jahr 2004 wurde das Werk von Hillebrand restauriert und besonders in technischer Hinsicht wieder in einen guten Zustand gebracht. Dabei wurden ein Cornett im Sinne Meyers auf einem ursprünglich freien Platz sowie eine Pedalkoppel und ein Tremulant neu eingebaut. Das für seine Zeit eher konservativ disponierte Instrument eignet sich zur lebendigen Wiedergabe eines erstaunlich breiten Spektrums der Orgelliteratur.

Geschichte der Orgel

20. 7. 1847       Contract mit Meyer (gleiche Disposition wie im Anschlag) II/21, 1190 Reichsthaler

25. 1. 1848       Nachtrag II/25, 1400 Reichsthaler

1849                Fertigstellung

vor 1926           Veränderungen: Viola di Gamba zu Salicional intoniert, neue Gambe auf Freischleife, Magazinbalg

 1917                Abgabe der Prospektpfeifen Sommer

1930                 Reparatur und Umdisponierung durch Furtwängler & Hammer: Trompete (I) neu, Posaune neu, Rauschpfeife (Pedal) statt Trompete, Quinte gerückt

 1954               Reparatur durch Hammer (Hannover, Pedalerweiterung bis f’, Salicional zu Gambe, Gambe zu Terzflöte

1973/74            Restaurierung durch Haspelmath (Walsrode), Zungen rekonstruiert, Veränderungen von Quinte + Gambe rückgängig gemacht, Prospektpfeifen rekonstruiert

2004/05            Restaurierung durch Hillebrand (Altwarmbüchen): Dehnungsfugen in den Windladen, Tremulant neu, Pedalkoppel neu, neuer Motor, Wiederinbetriebnahme der historischen, nun angelängten Pedalklaviatur, Intonationskorrekturen (insbesondere Quintatön, Gambe, Prospektpfeifen, Zungenstimmen)

 

Disposition

Hauptwerk         C, D-f’’’
Principal             8’ Prospekt
Principal ab c      16’
Bourdon             16’
Rohrflöte            8’
Quintatön           8’
Octave               4’
Gemshorn          4’
Quinte                3’
Octave               2’
Mixtur 4fach       2’
Trompete           8’ (1974)                           

Unterwerk          C, D-f’’’
Principal             8’ Prospekt
Gedact               8’
Hohlflöte             8’ Holz, leicht konisch
Gambe               8’ leicht trichterförmig
Octave               4’
Spitzflöte            4’ konisch
Waldflöte            2’ zylindrisch
Cornett 2-4fach   (2004 – ursprünglich Freischleife)                           

Pedal                 C-f’
Violon                 16’ Holz
Subbass             16’ Holz
Octavbass          8’ Holz
Bourdon             8’ Holz
Octavbass          4’
Posaune             16’ (1974)
Trompete           8’ (1974)                           

Koppel II-I       
Koppel I-P          (2004)
Tremulant           (2004)
3 Keilbälge          (1974 aus Scheeßel übernommen – alt)

 

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